| Die Masche von Megadownloads.net (LoadHouse FZE, Collector) |
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mega Angebot - mega Preis: eine Tragödie in drei Akten
Die griechische Vorsilbe "Mega" bedeutet ursprünglich "groß", in der Mathematik steht es für "Millionen". Und Millionen werden von den Betreibern vermutlich auch umgesetzt, und zwar mit folgender Masche, die einem einzigen großen griechichen Drama ähnelt: 1. Prolog: die Verführung Sucht man bei einer Suchmaschine nach einer bestimmten Software, wird man auf eine entsprechende Seite geleitet, die mit Megadownloads verknüpft ist. Kein Wort natürlich zu einer angeblichen Kostenpflicht. Man klickt, trägt seine Daten ein und startet den Download. Die Sirenen des Odysseus lassen grüßen. 2. Epeisodion: die erste Zahlung die Spannung steigt. Nach einigen Tagen bekommt man eine Rechnung über 96 Euro für 12 Monate unter Verweis auf die Hauptseite (auf der man nie war). Hier prangt tatsächlich ein Preis. Begleicht man diese nach dem Motto "Habe ich den übersehen? Wie dumm von mir, zahle ich mal lieber, bevor es Ärger gibt!", hat man zunächst Ruhe. Wenn nicht, folgen Mahnungen und Drohungen, die rechtlich so gut wie unhaltbar sind. Erstarren Sie vor dieser Medusa nicht zu Stein! Hier helfen nur zwei Lösungen: bleiben Sie Zuschauer oder bringen Sie Ihren Anwalt auf die Bühne. (= tun Sie nichts oder beauftragen Sie einen spezialisierten Anwalt mit der Forderungsabwehr). 3. Exodos: das zweite Jahr Die Firma entpuppt sich als neunköpfige Hydra, deren Köpfe immer wieder nachwachsen: Wer bereits einmal gezahlt hat, bekommt ein Jahr später die nächste Rechnung für die nächsten 12 Monate. Hier erst erwachen die Meisten und stellen fest, dass eine Zahlung keine Lösung ist. Jetzt wird es Zeit zum Handeln! Die Firma behauptet doch tatsächlich, man habe die Forderung durch die Zahlung anerkannt. Ein Anerkenntnis ist jedoch Unsinn und rechtlich kaum haltbar - schließlich konnte man der kompletten bisherigen Korrespondenz nicht entnehmen, dass der Vertrag 2 Jahre lang laufen soll! Die Hydra starb übrigens durch das Schwert des Herakles. Sie sehen: für jedes Drama gibt es eine Lösung. Update (4.5.2010): statt Proinkasso nun Collector Der Anbieter hat das Inkassoinstitut gewechselt. Nachdem nunein paar Monate Ruhe war - Proinkasso hatte die Load House nicht mehr vertreten - fand sich nun das einschlägig bekannte Inkassoinstitut Collector Forderungsmanagement bereit, die angeblichen Forderungen einzutreiben. Insbesondere nachdem Proinkasso bereits erklärt hatte, die Sachen nicht weiter zu verfolgen, werden die selben Mandanten mit Drohschreiben von Collector behelligt. Collector zeigt sich jedoch kooperativ und stellt die Mahnungen ein, sobald ein Anwalt dorthin schreibt. Lassen Sie sich von den Methoden der Betreiber nicht verunsichern! Meine Kanzlei bietet die Abwehr solcher Forderungen an. Lassen Sie sich auf der kostenlosen Abofallen-Hotline oder unter info@kanzlei-thomas-meier.de beraten.
Sehr interessante Informationen zu den Hintergründen gibt es auf der Seite eines Aussteigers von Megadownload.
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