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Gewerbeauskunft-Zentrale - Mahnung, Inkasso, Abwehr durch Rechtsanwalt

  
Dienstag, den 28. September 2010 um 21:32 Uhr

Neu: mein Video zur Gewerbeauskunft-Zentrale Video Gewerbeauskunft-Zentrale

Amtliche Auskunft entpuppt sich als Abofalle einer Firma

Gewerbeauskunft-Zentrale Formular 2012

Seit Jahren werden kleine und mittelständische Unternehmen massiv mit Schreiben der GEW Wirtschaftsinformationsgesellschaft mbH mit Sitz in Düsseldorf belästigt. Diese Schreiben sehen auf den ersten Blick aus wie die jährlichen Bestätigungs- und Datenabgleichs-Schreiben der Gewerbeämter.

"Gewerbeauskunft-Zentrale" heißt es noch in der Überschrift - da denken viele, sie seien einem Amt gegenüber zur Auskunft verpflichtet. Das ist aber ein folgenschwerer Irrtum: es handelt sich gar nicht um ein Amt.

Die meisten Firmendaten sind schon ausgefüllt. Man muss nur zum Zwecke des Abgleichs den Rest ergänzen. Nur wer genau hinsieht und aufpaßt, bemerkt den klein gedruckten versteckten Preishinweis. 

Nach 15 Tagen flattert zunächst eine Rechnung über 569,06 € ins Haus - es werden erst einmal nur die ersten 12 von mindestens 24 Monaten geltend gemacht. In den Folgejahren gibt es dann noch mehr davon.  Nun hat man als  rechtschaffender Gewerbetreibender auf Eines keine Lust: offene Rechnungen. Darum versucht man, die Sache "unter Männern" zu klären und ruft dort an. 

Wenn man Ihnen am Telefon 30-40% Rabatt auf die Rechnung anbietet, freuen Sie sich nicht über Ihr Verhandlungsgeschick, sondern seien Sie sehr vorsichtig: die Rechnung für's zweite Jahr kommt bestimmt! Dann wieder über knapp 600 €! Es folgt dann eine Vielzahl weiterer Mahnungen, teils mit abkopierten Urteilen, teils mit anderen Tricks.

Darum:

Unterschreiben Sie keine Ratenzahlungs- oder sonstigen Vereinbarungen, ohne zuvor mit einem spezialisierten Anwalt gesprochen zu haben, z.B. mit meiner kostenlosen Hotline (Festnetztarif nach Berlin). 

 

Wie man die GWE zum Aufgeben zwingt und sogar sein Geld zurück bekommen kann

Man muss sie verklagen, natürlich mit anwaltlicher Hilfe. Ich habe das inzwischen in über 40 Fällen durchexerziert. In keinem einzigen dieser Fälle hat das Gericht geurteilt, dass die Verträge mit der GWE Bestand hätten. Vielmehr verzichtet die Gewerbeauskunft-Zentrale üblicherweise auf die Forderungen, inzwischen hat sich die Verzichtssumme auf über 50.000 € summiert. In über 40 Fällen mußte die GWE die Anwaltskosten meiner Mandanten und die Kosten des Rechtsstreits tragen. Es handelt sich größtenteils um Anerkenntnisurteile.

In einigen Fällen ist es mir auch gelungen, Geld von der GWE zurück zu klagen, das Mandanten bereits für das erste Vertragsjahr gezahlt hatten.

Sehen Sie dazu auch mein Video zu Urteilen zur Gewerbeauskunft-Zentrale.

 

Urteile zur Gewerbeauskunft-Zentrale

In den Briefen der GWE und der Inkassobüros und Rechtsanwälte gibt man sich zwar alle Mühe, die Lage für die Betroffenen aussichtslos erscheinen zu lassen. Beigefügt werden üblicherweise die drei Urteile, die die GWE (aus welchen Gründen auch immer) gewonnen hat. Das sind 3 Urteile der Amtsgerichte Köln, Düsseldorf und Bergisch Gladbach. Unterschlagen wird dabei gern, dass die Firma mehrfach vor Gericht unterlegen ist, wie z.B.:

15.4.2011: das LG Düsseldorf zum Aktenzeichen 38 O 148/10 verkündet, dass die GWE das Formular nicht mehr verwenden darf. Diese Entscheidung ist eine wettbewerbsrechtliche und noch nicht rechtskräftig. Inzwischen wird ein leicht abgewandeltes Formular genutzt.
30.6.2011: das AG Düsseldorf zum Az 28 C 15346/10 (erstritten von RA Thamm) stellt fest, dass diese Forderung der GWE nicht besteht. Begründung: die im Antragsschreiben genannte Frist war bei Absendung des Faxes in diesem Fall bereits verstrichen, darum kam hier ein Vertrag gar nicht erst zustande.
18.11.2011: das AG Düsseldorf zum Az 35 C 9172/11 (erstritten von RA Meier) stellt im Wege des Beschlusses fest, dass die GWE die Kosten des Rechtsstreits wegen der Verwendung eines zur Täuschung geeigneten Formulars tragen muss. Weiter heißt es, der Vertrag sei sittenwidrig, darum entspreche es der Billigkeit, der GWE die Kosten des Rechtsstreits aufzuerlegen.
Sehen Sie bitte außerdem auf meine Liste mit Urteilen und gerichtlichen Beschlüssen gegen Adressbuchschwindel. (Die GWE ist darin bisher nur zweimal mit zwei soeben genannten Fällen vertreten, eine Entscheidung davon ist noch nicht rechtskräftig.)

23.8.2012 Die Richterin der Abteilung 40 C des Amtsgerichts Düsseldorf erklärt in einer Gerichtsverhandlung sinngemäß, dass sie jetzt nach dem neuen BGH-Urteil VII ZR 262/11 ihre bisherigen Rechtsprechung (40 C 8543/11) aufgebe und nunmehr urteilen würde, dass die Forderung der GWE nicht besteht. Die GWE ließ daraufhin ein Versäumnisurteil gegen sich ergehen.

 

sich wehrenWas kann man tun?

Eine vernünftig formulierte und zugestellte Anfechtung ist die richtige Erste-Hilfe-Maßnahme. Das Wort "Widerruf" ist an dieser Stelle falsch! Lesen Sie mehr dazu auf der Sonderseite "wie man sich als Gewerbetreibender wehren kann". Achtung, es laufen Fristen!

Wichtig: die GWE bestritt bereits schon einmal vor Gericht den Zugang von Übergabe-Einschreiben. Stellen Sie also per Einschreiben/Rückschein zu.

Zu zahlen löst das Problem nicht!

Zur Haftung des Arbeitnehmers, der das Formular unterschrieben hat, gibt es ebenfalls eine Sonderseite.

Inzwischen empfehle ich in vielen Fällen, die Gewerbeauskunft-Zentrale zu verklagen.


 

Updates

[bisherige Updates] Die Rechtsanwälte Nordmann aus Hannover, Yildiz aus Braunschweig ("Kanzlei für Wirtschaftsrecht") und Joepchen aus Köln melden sich für die GWE, schicken massive Mahnungen, Drohungen bis hin zum Entwurf eines Mahnbescheidantrags oder irgendwelche Urteile mit - und legen irgendwann alle die Mandate wieder nieder. DieDeutsche Direkt Inkasso Mahnung DDI Deutsche Direkt Inkasso GmbH treibt ebenfalls für die GWE Wirtschaftsinformations GmbH ein. Das OLG Düsseldorf entscheidet am 14.2.2012 unter dem Zeichen I-20 U 100/11 gegen die GWE. Zwei Tage später erhält ein Betroffener tatsächlich einen Mahnbescheid der Gewerbeauskunft-Zentrale.

[Update 31.10.2012]: Es gibt eine neue "Kanzlei für Wirtschaftsrecht": die Rechtsanwältin Mölleken aus Köln mahnt für die GWE und bietet einen Vergleich über 450 € an, den man ablehen oder einfach ignorieren sollte. Die Gewerbeauskunft-Zentrale verzichtet inzwischen auf insgesamt über 50.000 € und trägt in über 40 Fällen die Anwaltskosten und die Kosten des Rechtsstreits. Viele Mandanten hatten gegen die GWE in Düsseldorf aktiv geklagt. Fast täglich erreichen mich neue Klageaufträge.

 

[Update 13.5.2013]: DDI Mahnung 2013 VergleichDas Vergleichsangebot über 450 € kommt nun von der DDI Deutsche Direkt Inkasso GmbH (Klick auf Bild für größere Version). ACHTUNG! Dieses Angebot bezieht sich nur auf ein Vertragsjahr, nicht auf beide (vergleiche grün markierten Text). Auch wer bereits gekündigt hat: die GWE ist der Meinung, dass es einen 24-Monats-Vertrag gebe. Wie imme gilt also: Zahlen löst das Problem nicht!

 Übrigens: die Gewerbeauskunft-Zentrale selbst bietet zeitgleich auch eigene Abschluss-Vergleiche an: für 500 € könne man sich beider Vertragsjahre entledigen.  Auch hier rate ich natürlich, nicht zu zahlen.

 

[Update 16.9.2013] Meine Kommentierung zum "letztinstanzlichen Urteil" des LG Düsseldorf 23 S 316/13 nebst Updates wird offenbar nicht immer gefunden: es handelt sich nicht um einen vergleichbaren Fall wie in allen anderen mir bekannten Fällen, die GWE reagiert in anderen Fällen vor Gericht auch 2 Monate nach dem Urteil nach wie vor üblicherweise mit einem Forderungsverzicht.

 [Update 2.6.2014] Nachdem einige Zeit Ruhe war, meldet sich nun ein Rechtsanwalt Sertsöz als M.M.S. Rechtsanwalts- und Wirtschaftskanzlei. Auch auf dieses Schreiben sollte man nicht ohne Prüfung durch einen Anwalt zahlen! 

 

Lassen Sie sich auf der hotline kostenlosen Hotline oder unter hotline@kanzlei-thomas-meier.de weitere Informationen geben.


 

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Kommentare 

 
+2 #274 Rechtsanwalt Meier-Bading 2014-07-16 13:58
Jedenfalls: nicht zahlen.

Wenden Sie sich bei Fragen zu Ihrem Fall bitte direkt an meine Hotline oder schicken Sie mir Email.
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+1 #273 R.Rix 2014-07-16 13:52
Ich habe heute post von M MS Rechtsanwalt und Wirtschaftskanz lei droht mir jetzt mit Zwangsvollstrec kung und eine Zahlung von 682,26 € was soll ich die jetzt machen
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+3 #272 Dipl. Psych. M. Ahnemann, Kiel 2013-09-18 10:50
Ich bin gerade zum 2. Mal innerhalb von 12 Monaten angeschrieben worden - kann man denen nicht das Handwerk legen? (Bin auch beim ersten Mal nicht drauf reingefallen - aber man muss schon sehr genau gucken!!
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+9 #271 Rechtsanwalt Meier 2013-09-16 08:48
Dazu hatte ich bereits am 31.7.2013 einen gesonderten Beitrag verfasst und das Urteil kommentiert.
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+2 #270 Monika Seeck 2013-09-14 09:12
Herr Thomas Meier, es gibt ein neues Urteil zu Gunsten der Gewerbeaufsicht s-Zentrale vom 31.07.2013 des LG Düsseldorf Die Gewerbe-Aufsichtzentral e hat darauf hin ihre " offene Forderung- Letztinstantzli ches Urteil scho an alle Betroffenen geschickt . Der Brief den ich bekommen habe. Fette Überschrift . Offene Förderung- Letztinstantzli ches Urteil. Viele Mandanten sind verunsichert. Es soll sich ja nicht um eine Aufforderung zur Zahlung sein.
Bitte um Ihre Meinung.



Bitte ihre Meinung
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+7 #269 Rechtsanwalt Meier 2013-09-02 08:39
Die reguläre Verjährungsfris t beträgt 3 Jahre zum 31.12. Maßgeblich ist das Kalenderjahr, für das die Forderung jeweils geletend gemacht wurde.
Wenn man also z.B. im Jahre 2010 unterschrieben hat, verjährt die Forderung für 2010 am 31.12.2013. Die Forderung für das zweite Vertragsjahr 2011 verjährt dann am 31.12.2014 usw.
Vereinfacht ausgedrückt: es verjährt nicht die Unterschrift, sondern nur das jeweilige Vertragsjahr.
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+2 #268 Mary 2013-09-01 18:22
Wann verjährt sowas eigentlich? Oder wird man von denen noch in 15 Jahren genervt?
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+10 #267 Petra Mangold 2013-08-27 21:48
Wir (Tierarztpraxis ) waren auch drauf reingefallen, es kamen diverse Mahnungen bis zum Inkassobüro, daraufhin reichte es mir und ich wandte mich an Harrn Meier. Nach einigem Schriftwechsel war die Sache (sogar ohne Klage unsererseits) erledigt. Danke! - Wir passen jetzt sehr viel besser auf, was wir unterschreiben...
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+5 #266 Thonaw 2013-07-24 14:24
Habe heute zum 5. Mal eine letzte Mahnung erhalten das grenzt an Mobbing, bezahlt wird aber nicht.
Die machen sich lächerlich
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+10 #265 Betroffener1 2013-07-13 11:13
@Jalina: Wende Dich an Herrn Meier. Das ist aus meiner Erfahrung heraus die beste Variante. Je früher um so besser- glaub mir!
Du lässt sonst nur Nerven.
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Aktualisiert ( Montag, den 02. Juni 2014 um 10:15 Uhr )
 
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